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Amalgam und Quecksilber
Amalgam ist eines der ältesten und vermutlich das umstrittenste Füllmaterial für Zähne. Es wird seit etwa 1820 in der Zahnheilkunde verwendet und ist vermutlich schon zu dieser Zeit in der Diskussion gewesen.
Amalgamfüllungen sind die Hauptaufnahmequellen von Quecksilber (World Health Organisation – WHO, 2003) (Link auf WHO. (2003) Elemental Mercury and Inorganic Mercury Compounds: Human Health Aspects, p. 11).
Am 19. Februar 2009 einigten sich die Umweltminister der Vereinten Nationen in Nairobi auf ein Verbot von Quecksilber. (Link auf FAZ.net vom 17.8.2010)

Amalgam ist eine Legierung aus Quecksilber, vermischt mit anderen Metallen wie Silber, Kupfer, Indium, Zinn und Zink.
Werden Amalgamfüllungen im Mund direkt neben Goldfüllungen gelegt, verstärken sie die Korrosion des Goldes um ein Vielfaches.
Sie geben auch nach Jahren noch giftiges Quecksilber an den Körper ab. Noch 45 Minuten nach einem Kauvorgang kann Quecksilber in der Atemluft nachgewiesen werden. Das kann zu Asthma und chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen führen. Durch den Abrieb von Amalgam bei Kaubewegungen wird Quecksilber auch verschluckt, im Magen-Darm-Trakt methyliert, sodass es bis ins Gehirn transportiert.

Eine chronische Quecksilber-Vergiftung kann zu verschiedenen Beschwerden führen, etwa:
• Kopfschmerzen
• Schwindel
• Nervosität
• Gedächtnisstörungen
• Sprachstörungen
• Niereninsuffizienz
• Magenschmerzen
• Neurologische Störungen

Die Anzeichen einer chronischen Quecksilbervergiftung sind zunächst unspezifisch:
• Müdigkeit
• Kopf- und Gliederschmerzen
• Zahnfleischentzündungen
• Zahnlockerung
• Vermehrter Speichelfluss
• Durchfall und Nierenentzündung

In fortgeschrittenem Stadium können folgende Symptome zusätzlich auftreten:
• Muskelzuckungen
• Stimmungsschwankungen
• Erregungs- und Angstzustände
• Hör-, Seh- , Gefühls-, Sprach- und Gangstörungen
• Merkschwäche
• Persönlichkeitsveränderungen

Untersuchungen, u.a. von uns selbst, haben gezeigt, dass bei Patienten mit Amalgam und Metalllegierungen im Mund die krebserregenden Umweltmetalle Blei und Thallium häufiger im Knochen und an der Zahnwurzel nachweisbar waren als bei Patienten ohne Metall im Mundbereich oder nach Metallentfernung.
Infobroschüre Quecksilber
Weitere Information hierzu haben wir in der Broschüre : „Wirkungen von Quecksilber auf den menschlichen Organismus“ (Download) zusammengestellt.