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„Dental check up“
Die zahnmedizinische Inspektion umfasst die Beurteilung aller gesunden und entzündlich veränderten Bestandteile des Mundraumes.
Spezielles Augenmerk gilt den Zahnfleischerkrankungen, da sich in letzter Zeit die Befunde häufen, dass Toxine von Parodontitis-Keimen Muskeln, Bindegewebe und Gelenke, aber auch Knochen und Gefäße schädigen können.

Erhebung des Zahnstatus
Ein Hauptproblem für unsere Zähne ist Karies. Kariesbakterien siedeln in Plaques auf der Zahnoberfläche und nisten sich gerne in Nischenräumen ein. Daher müssen Zahnfüllungen und Kronen auf ab- oder überstehende Ränder untersucht werden.
Auch das verwendete Füllmaterial muss in bestimmten Abständen genau geprüft werden.

Kunststofffüllungen etwa werden mit den Jahren undicht und porös, was den Befall von Karies begünstigt. Zudem muss ein guter Dentinschutz vorhanden sein, um die Zahnnerven vor Schädigungen oder gar Absterben zu schützen.

Amalgamfüllungen sind die Hauptaufnahmequelle von anorganischem Quecksilber (WHO 2003) (Link auf WHO. (2003) Elemental Mercury and Inorganic Mercury Compounds:
Human Health Aspects, p. 11)
und können zu einer chronischen Metallvergiftung führen. Werden sie im Mund direkt neben Goldfüllungen gelegt, verstärkt sie die Korrosion des Goldes um ein Vielfaches.

Alle Metalllegierungen, aber auch Titan, korrodieren ständig. Die gelösten Metallionen können Allergien, Unverträglichkeiten und Entzündungen hervorrufen.
Legierungsbestandteile wie Nickel und Cadmium sind zudem krebserregend.

Fehlende Zähne
Wenn ein Zahn entfernt wurde, haben die Nachbarzähne die Tendenz, in die Lücke zu wandern. Dies kann zu Problemen beim Schließen der Kiefer und zu Schwierigkeiten beim Kauen führen. Diese Zahnfehlstellungen und Zahnwanderungen müssen bei der späteren Therapie berücksichtigt werden.

Verlagerte Weisheitszähne
Weisheitszähne liegen meist schief im Kieferknochen oder brechen nur teilweise durch. Sie verursachen häufig chronische Entzündungen da sie schlecht geputzt werden können. Solche Entzündungsherde können sich auf umliegende Zähne ausdehnen.
Verschieben sie andere Zähne, stört das nicht nur die Ästhetik. Auch der Zusammenbiss (Occlusion) verändert sich dadurch und ruft Kiefergelenksbeschwerden hervor. Ebenso können nicht korrekt in die Occlusion eingeordnete Weisheitszähne das Kiefergelenk in seiner Gleitfunktion behindern.Im Rahmen der Erhebung des Zahnstatus werden mit Hilfe der DVT die Lage der Zähne, der Knochen sowie Lage und Abstand zum Unterkiefernerven oder der Kieferhöhle überprüft. Zusammenbiss und Artikulation (Unterkieferbewegungen) werden auf Störungen und Gleithindernisse untersucht.

Untersuchung des Zahnfleisches (Parodontalstatus)
Zahnfleischerkrankung führen unbehandelt zu Zahnverlust. Sind sie bakteriell hervorgerufen (Parodontitis), können sie ansteckend sein. In diesem Fall sollten Lebenspartner in die Therapie mit einbezogen werden.
Bei der Bewertung des allgemeinen Zustandes wird auf gereizte oder entzündete Zahnfleischränder, auf Blutungen sowie Plaque und Zahnstein untersucht. Zudem werden die Zahnfleischtaschen und die mögliche Zahnlockerung gemessen.
Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung können Konkremente auftreten. Schlifffacetten sind ein Hinweis auf Frühkontakte die zur Zahnlockerung führen.
Bei der Suche nach der Ursache der Zahnfleischentzündung ist es wichtig, differentialdiagnostisch abzuklären, ob Bakterien in der Zahnfleischtasche oder Toxine aus den Zähnen die Ursache der Entzündung sind.

Untersuchung der Mundschleimhäute
Schwellungen und Rötungen der Mundschleimhäute können ein Anzeichen für eine Unverträglichkeit oder Allergie sein.
„Tätowierungen“ der Mundschleimhaut deuten auf Metallablagerungen hin. Meistens ist der Knochen unter diesen Tätowierungen chronisch entzündet. Dies kann schmerzlos oder schmerzhaft sein.
Bei schmerzhaften chronischen Entzündungen des Kieferknochens spricht man von NICO`s (Neuralgie verursachende Knochenentzündungen). Sie verursachen unspezifische Nervenschmerzen (Neuralgien) im Kopfbereich.
Schleimhautveränderungen (Lichen) können auch Vorstufen einer Krebserkrankung der Schleimhäute sein.

Untersuchung der Kopfhöhlen
Die Untersuchung der Kopfhöhlen liefert weiteren Aufschluss über mögliche Erkrankungen im Kiefer-/ Zahnbereich. Hierfür werden verschiedene Nervaustrittspunkte abgetastet. Sie sind bei Entzündungen sehr druckempfindlich.
Folgende druckempfindliche Nervaustrittspunkte sind Anzeichen für:

• Über den Augen für Stirnhöhlenentzündung
• Unter den Augen für Kieferhöhlenentzündung
• Am Kinn für Entzündungen im Kiefer

Mögliche bakterielle oder Pilzerkrankungen (Mykosen) in den Kiefer- und Stirnhöhlen werden mit Abstrichen des Mundraumes, der Nase und des Halses nachgewiesen.

Entzündete, wurzelkanalbehandelte Zähne
Eine Wichtige Sonderstellung in der Diagnostik haben chronisch entzündete, abgestorbene und wurzelkanalbehandelte Zähne. Gerade bei der Wurzelkanalbehandlung kann es unter der Wurzelkanalfüllung leicht zu anhaltenden Entzündungen und Gewebsdegeneration kommen, wenn bei der Behandlung nicht das gesamte entzündliche Gewebe entfernt wurde. Dann können an diesen Entzündungsherden toxische und krebserregende Substanzen entstehen.
Anhand der Digitalen Voluimentomographie (DVT) oder eines Panoramaröntgenbildes lässt sich erkennen, ob die Zahnwurzel vollständig gefüllt ist oder ob Wurzelfüllmaterial sogar in den Knochen gepresst wurde. Chronische Knochendegenerationen und Wurzelgranulome oder Zysten sind sichtbar.
Von den Zähnen produzierte Eiweißzerfallsprodukte werden mit dem OroTox-Test in der Zahnfleischtasche nachgewiesen. Dies geschieht absolut schmerzlos.
Die Eiweißzerfallsprodukte können Immunreaktionen auslösen. Sie lassen sich mit Hilfe des ITT, der Messung proentzündlicher Zytokinreaktionen aufzeigen.

Formaldehydbelastungen
Unsere Untersuchungen belegen, dass wurzelkanalbehandelte Zähne eine höhere Konzentration an Formaldehyd aufweisen als gesunde Zähne. Bei Patienten mit wurzelkanalbehandelten oder toten Zähnen ist es wichtig zu wissen, wie gut ihr Körper Formaldehyd abbauen kann.
Die Bestimmung der Wirkung von Formaldehyd auf das Immunsystem der Patienten gibt uns Hinweise darauf, wie sie die Wurzelkanalbehandlung vertragen.

Ausschluss einer Kiefergelenkserkrankung (CMD, craniomandibular disorder)
Im Rahmen eines Kurzbefundes auf Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) kann man bei Auftreten der nachfolgend genannten Indikationen von einer Kiefergelenksproblematik ausgehen:
• Mundöffnung (Exzentrik) ist asymmetrisch und/ oder gestört
• Mundöffnung ist eingeschränkt
• Wahrnehmbare Gelenkgeräusche (Knacken, Reibgeräusche)
• Ungewöhnliche Kaugeräusche
• Schmerzen bei Abtastung der Kaumuskeln (Muskelpalpation)

In der ggf. nötigen Folgeuntersuchung wird besonderes Augenmerk auf die Zusammenhänge zwischen Kiefergelenk, Halswirbelsäule, Rückenmuskulatur, Hüftfehlstellung und Ohrgeräuschen gelegt.
Bei Fehlstellungen der Halswirbelsäule oder des Kiefergelenks kann es zu einer verstärkten Bildung des hochgiftigen Stoffes Peroxynitrit kommen. Das wirkt sich bei geschädigter Blut-Hirn-Schranke toxisch auf das Gehirn aus. Aufschluss über die Stickstoffbildungsrate gibt der Labortest auf Citrullin im Urin. Eine Schädigung der Blut-Hirn-Schranke lässt sich über den Protein-S-100-Test nachweisen. Die Funktion der Mitochondrien lässt sich über die Bestimmung von deren wichtigstem Markermolekül, dem ATP heute ebenfalls sicher analysieren (mitochondrialer Schädigungsmarker).
Mit Hilfe von individuell angefertigten Kiefermodellen, Gesichtsbogen und einem Artikulator überprüfen wir den Zusammenbiss (Occlusion) und die Unterkieferbewegungen (Artikulation). Wir erkennen dadurch ob störende Frühkontakte der Zähne vorhanden sind.
Solche Frühkontakte werden zuerst am Modell eingeschliffen und können später in den Mundraum übertragen werden.