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Metalllegierungen
Alle Metalllegierungen, die im Mundbereich eingesetzt werden, korrodieren – auch Titan. Dabei entstehen Metallionen, die allergische Sensibilisierungen auslösen können. Folge sind lokale und systemische Entzündungsreaktionen.
Etwa 30 Prozent der Frauen und rund 13 Prozent der Männer in Deutschland sind allergisch gegen Nickel. 30 Prozent dieser Patienten reagieren zudem allergisch auf Palladium, welches häufig Bestandteil von Dentallegierungen ist. Allergien auf Quecksilber, Chrom, Kobalt, Gold, Platin oder Silber sind zwar seltener, werden aber in Allergietest trotzdem mit einer Häufigkeit von 5 bis 8 Prozent gefunden (siehe Abbildung).
Die meisten Allergien entwickeln sich erst mehrere Wochen nach dem Kontakt (Typ IV-Allergien). Bei einigen Metallen wie z.B. Quecksilber, Cadmium, Chrom oder Silber sind auch dosisabhängige toxische Effekte (Störungen von Enzymfunktionen) bedeutsam. Legierungsbestandteile wie Nickel, Cadmium, Kobalt und Palladium sind zudem krebserregend