Chirurgische Zahnentfernung

Chirurgische Entfernung der Entzündungsherde an Zahn bzw. Knochen.

Chirurgisch verlagerte Zähne oder solche, die nicht durchbrechen (retiniert) und sich nachteilig auf das restliche Gebiss auswirken (v.a. Weisheitszähne), müssen chirurgisch entfernt werden.

Gleiches gilt für Zähne mit Zysten oder Granulomen an der Wurzelspitze, NICOs (Neuralgie verursachende Knochenentzündungen) oder chronisch-fettige Knochendegenerationen. 


Je nach Grad einer vorliegenden Entzündung nehmen wir einen bakteriologischen Abstrich.

Nach lokaler Anästhesie wird das am Zahn angeheftete Zahnfleisch mobilisiert, die Zahnkrone getrennt und die Zahnwurzeln mit einer Fräse umbohrt (damit wird auch die erste Schicht mit der größten Metallinfiltration entfernt). Danach werden die Wurzeln einzeln entfernt. Durch den Einsatz des Lasers und/oder OZONs erreichen wir eine Keimverarmung des Operationsgebietes.  Anschließend werden Zysten und Granulome entfernt und der fettig degenerierte Knochen und auch der Metallabrieb der Fräse mit einem Zirkonbohrer entfernt. Nach der Entfernung werden Knochen und/oder Gewebe auf Schwermetallbelastungen untersucht. Nach Keimverarmung und Blutstillung durch den Laser wird der Defekt mit einer medikamentösen Streifeneinlage mit Terracortril (von Max Daunderer und uns in den 90er Jahren entwickelt) versorgt und der offenen Granulation überlassen oder mit einer den Knochen regenerierenden Einlagen auf Kalkbasis (Calziumhydroxyd in öliger Suspension) oder mit einem Clot (Pfropf) CGF aus dem Eigenblut des Patienten, welcher Wachstumsfaktoren und CD 34+ Stammzellen enthält, aufgefüllt und abgedeckt und die Wundränder mit sich selbst auflösenden Nähten angenäht.

Unsere Möglichkeit, Wachstumsfaktoren und Stammzellen aus dem Blut des Patienten zu gewinnen, ermöglicht uns, Defekte schnell unter Erhaltung des Knochenfaches nach dem Prinzip der GBR – guided bone regeneration (gesteuerte Knochen-Regeneration) und unter geringer Narbenbildung und damit Vermeidung eines Spätherdes, mit einer eigens für Sie hergestellten Membran zu verschließen.

Wenn ein Zahn entfernt wurde, haben die Nachbarzähne die Tendenz, in die Lücke zu wandern. Dies kann zu Problemen beim Schließen der Kiefer und zu Schwierigkeiten beim Kauen führen. Diese Zahnfehlstellungen und Zahnwanderungen müssen bei der späteren Therapie berücksichtigt werden.