Systematische Zahnfleischbehandlung und Nachsorge

Am Anfang steht die professionelle Zahnreinigung. Dabei werden supragingivaler Zahnstein und Beläge entfernt und eine Zahnpolitur durchgeführt. Nach 10 – 14 Tagen wird der Patient wieder einbestellt um die Wirksamkeit dieser Vorbehandlung zu sehen, die Labor Ergebnisse zu besprechen und das weitere Vorgehen abzustimmen.

Bei Bedarf folgt eine geschlossene Parodontalbehandlung  (minimalinvasive Behandlung mit lokaler Betäubung). Die subgingivalen Konkremente an den Zähnen werden dabei mit dem Ultraschallscaler oder dem Vector® entfernt und bei Bedarf anschließend mit einer Kürette bearbeitet.

Die Bearbeitung der Zahnfleischtaschen mit dem Laser führt zur Blutstillung bei gleichzeitiger Eliminierung von weichem entzündetem Taschengewebes. Auch wird der Zahnfleischrand damit modelliert. Lokales Einbringen von Ligosan (Blockierung Knochenabbau-Osteoklasten) mit CGF Knochenwachstumsfaktoren und CD 34+ Stammzellen führt zur Knochenregeneration. Anschließend wird lokal ins Zahnfleisch LPCGF (konzentrierte Wachstumsfaktoren flüssig) eingespritzt, um den Knochen und das Zahnfleisch zu regenerieren. Das Aufsprühen von NADH (Nikotinamid-Adenosin-Dinukleotid-Hydrid) „Dentalgel“ zur Energiebereitstellung danach boostet, durch die vermehrte Produktion von Adenosin-Tri-Phosphat (ATP ist der Enregielieferant in der Zelle) die Wachstumsfaktoren. Eine Kontrolle findet nach 7 Tagen statt.

Reicht dies nicht aus, wird eine Mikro-Parodontalchirurgie an den betroffene Zähnen mit gesteuerter Gewebs- und Knochenregeneration durchgeführt. Mikro-parodontalchirurgisch können auch freiliegende Zahnoberflächen gedeckt werden. Bei beiden Verfahren werden Wachstumsfaktoren und CD 34+ Stammzellen aus dem Blut des Patienten eingebracht.

Die Nachsorge der PA-Behandlung mit professioneller Zahnreinigung ist durch den genetischen Test festgelegt auf 2-3 mal im Jahr. Das Recall des Risikopatienten kann sich bis auf 1-2 Monate reduzieren. Die Calprotektinkontrolle sollte 3 Monate nach Absetzen der Mundspülungen erfolgen.

In schweren Fällen:

Bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand, bei Risikopatienten, bei Patienten mit multiplen Allergien, bei Patienten mit CMD und Problemen der Kopfdrehzone, bei Herzpatienten (KHK) die wegen der bestehenden Medikamentation nicht operiert werden können oder bei denen eine lokale Anästesie nicht möglich ist, führen wir zuerst eine Keimverarmung mit dem Laser durch, um die Bakterien nicht durch die anschließende Reinigung zu verteilen. Danach werden die Zahnfleischtaschen mit Handinstrumenten (Scaler und Küretten) und dem Vector (damit kann sehr schonend und fast schmerzfrei gearbeitet werden) gesäubert. Dann kommt wieder der Laser zur Blutstillung zum Einsatz. Zur Regeneration können körpereigene Wachstumsfaktorenkonzentrate und Stammzellen aus dem Blut eingebracht werden.

Auch hier nutzen wir die Heilungsbeschleunigung, Schmerzverminderung, Bakterizide und Schwellung vermindernde Wirkung der in der gleichen Sitzung hergestellten autologen Präparate. Um den Patienten zu schonen, wird die Behandlung in 2 (Ober- und Unterkiefer) bis 4 (Oberkiefer rechte und linke Seite sowie Unterkiefer rechts und links) getrennten Terminen durchgeführt mit Pausen von 2-3 Tagen zwischen den Behandlungen.

Als Begleitbehandlung zu Hause hat sich eine Munddusche und die Schallzahnbürste mit einer Ozonoid Zahnpasta ohne Fluor bewährt.