Laboruntersuchungen

Folgende Laboruntersuchungen werden gezielt und individuell gemäß der Symptome und Beschwerden des Patienten durchgeführt:

Spannungsmessung

Alle Metalllegierungen im Mundraum korrodieren mit der Zeit. Die daraus resultierenden leichten elektrischen Spannungen können mit Hilfe von speziellen, patentierten Karbonelektroden gemessen werden. (Karbon wird verwendet, da es keine Eigenspannung besitzt.)

Kaugummi-Speicheltest

Der Kaugummi-Speicheltest bestimmt den Schwermetallabrieb der Metallversorgungen im Mund, wie er auch beim normalen Kauen tagtäglich stattfindet. Dazu wird der Speichel während 10 Minuten Kaugummikauens gesammelt.

DMSA-Chelatortest

Mit dem oralen DMSA-Chelatortest werden Schwermetallspeicherungen nachgewiesen. Nach oraler Einnahme von DMSA werden Urin und Stuhl gesammelt und auf, in der Zahnmedizin gängige, Schwermetalle untersucht.

Sollten Patienten DMSA oder DMPS nicht vertragen, können wir die Belastung mit Quecksilber anhand einer Haarbalganalyse aufzeigen.

Biopsien

Biopsien des Mundgewebes zeigen Aufnahme und Konzentration der Metalle im Gewebe. Die Biopsien werden unter lokaler Betäubung entnommen und ins Umweltlabor geschickt. Es werden folgende Metalle untersucht:

MEA: Ag, Au, Bi, Cd, Co, Cu, , In, Mo, Pb, Pd, Pt, Sb, Sn, Tl, Zn. Bei Bedarf auch Al, Cr, Fe, Hg, Ni,Ti, Zr

Auch hier sind alternativ bei Patienten mit multiplen Allergien und Unverträglichkeiten oder MCS (Multiple Chemie Sensibilisierung) bei denen diese Teste nicht durchgeführt werden können, Haarbalgalanalysen möglich.

Hauttest

Der Epikutantest (auch: Patch-Test) ist ein sogenannter Provokationstest. Dabei wird ermittelt, ob und welche Substanzen eine Kontaktallergie verursachen. Dazu werden verschiedene Stoffe, die als Allergieauslöser (Allergen) in Frage kommen, auf die Haut aufgebracht. Der Epikutantest ist ein Hauttest, der zur Diagnose von sogenannten Kontaktallergien (allergische Kontaktdermatitis) eingesetzt wird. Mit einem Epikutantest wird der Körper zu Reaktionen provoziert, die einer allergischen  Reaktion entsprechen.

Lymphozyten-Transformationstest (LTT) 

In der Allergologie hat sich der LTT für die Diagnostik von individuellen allergischen Sensibilisierungen bewährt. Im Vergleich zu früheren Varianten gilt er heute als spezifisch und sensitiv. Mit ihm können Metalle, Kunststoffe, sowie viele andere Zahnersatzmaterialien sicher und im Vergleich zum Hauttest ohne Belastung des Patienten untersucht werden. 
Allerdings kann mit dem LTT nur festgestellt werden, ob eine spezifische Immunreaktion durch den betreffenden Fremdstoff ausgelöst wird. Die Frage, ob diese Immunreaktion schädlichen Charakter hat, wird nicht geklärt.

Immuntoleranztest (ITT) oder Cytokintest

Der Immuntoleranztest (ITT) mit Messung der Induktion eines spezifischen Zytokinmusters durch Fremdstoffe, ermöglicht darüber hinaus auch die klinische Wertigkeit der Fremdstoff-spezifischen Immunreaktionen zu ermitteln. Es kann sich neben proentzündlichen, klinisch relevanten Immunreaktionen auch um klinisch stumme Sensibilisierungsreaktionen handeln. 

Basophilen-Degranulationstest (BDT)

Mit dem CAST-Test (auch Basophilen-Degranulationstest oder Leukotrien-Releasetest genannt) können auch Soforttypallergien in-vitro nachgewiesen werden. Dieser Allergietyp kann selten bei Kunststoffmaterialien (Acrylate) auftreten, während Metalle auschließlich Typ IV-reaktiv sind.

Messung der Markerkeime, Genetische Prädisposition und OroTox

https://www.zm-online.de/archiv/2016/11/zahnmedizin/paro-test-fuer-die-praxis/seite/alle/

Messung der Markerkeinme  micro-IDent®plus11

https://www.hain-lifescience.de/produkte/mikrobiologie/dental/micro-ident-und-micro-identplus.html

Parodontitis und Periimplantitis sind Infektionskrankheiten, die auf eine spezielle Gruppe von Bakterien zurückzuführen sind. Diese Markerkeime zerstören aktiv parodontales Weich- und Knochengewebe, führen zu massiven Entzündungsreaktionen und letztlich zum Verlust natürlicher Zähne und Implantate. Für eine langfristig erfolgreiche Therapie ist eine gezielte Bekämpfung dieser Bakterien von entscheidender Bedeutung. Markerkeimanalysen mit micro-IDent® und micro-IDent®plus11 geben Auskunft über Vorkommen und Konzentration von 5 bzw. 11 parodontopathogenen Spezies und deren Zugehörigkeit zu „Bakterienkomplexen“. Die Testergebnisse sind die optimale Grundlage für eine individualisierte Therapieplanung. 

Die molekulargenetische Analyse parodontopathogener Markerkeime ist heute als effizientes diagnostisches Werkzeug zur Therapieplanung und -optimierung bei Parodontalerkrankungen anerkannt. 

Messung der genetischen Prädisposition:

Parodontitis und Periimplantitis werden durch parodontopathogene Bakterien verursacht. Das Ausmaß der Zerstörung des Zahnhalteapparates bestimmt jedoch die Reaktion des Immunsystems. Der Körper antwortet auf die Anwesenheit der Bakterien mit der Ausschüttung von bestimmten Entzündungsmediatoren, wie den entzündungsfördernden Interleukinen-1 A und –B, die im Folgenden als Interleukin-1 (IL-1) zusammengefasst werden. Bei Abklingen des Entzündungsreizes wird die IL-1-Wirkung mit Hilfe des Interleukin-1-Rezeptorantagonisten (IL-1RN) wieder aufgehoben. Das Verhältnis der pro- und antientzündlichen Zytokine zueinander, bestimmt den Verlauf und das Ausmaß der individuellen Entzündungsreaktion.

OroTox

www.orotox.de

Dieser Test hilft bei der Entscheidung, ob ein wurzelbehandelter oder ein parodontal geschädigter Zahn gezogen werden muss oder stattdessen erhalten werden kann, obwohl man keine pathologischen Veränderungen im Knochen (im Röntgen-Bild) sehen kann. Mit dem OroTox Test kann man innerhalb von Minuten in der Praxis entscheiden, ob der verdächtige Zahn Zahntoxine und/oder Entzündungsbakterien abgibt. Bisher fehlte eine wissenschaftliche Nachweismethode, um die verdächtigen Zähne einwandfrei zu identifizieren.

Neue Haarbalganalyse – BHBR ® Test

Haaranalysen werden seit vielen Jahren in der Medizin, insbesondere Toxikologie oder Pharmakologie, aber auch der Forensik genutzt.
Haare geben uns einen Einblick darüber, welche Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, aber auch Pharmazeutika, Schwermetalle und Drogen in unserem Körper vorhanden sind.

Wir bieten Ihnen eine biologische Haarbalganalyse an, die sich deutlich von anderen Haaranalysen unterscheidet:

Bei dieser, bereits vor zehn Jahren als Verbesserung der Haaranalyse von einem Team von Spezialisten wie Medizinern, Biologen und Informatikern entwickelten Haarbalganalyse, wird das Haar mit seinem Haarbalg, bzw. der Haarwurzel unter einem speziellen Polarisationsmikroskop untersucht. Durch den Test erhalten Sie genaue analytische Daten über 23 Spurenelemente, 8 toxische Mineralien, 13 Vitamine, 19 Aminosäuren und 7 Hormone. Dies erlaubt es den gesamten Mineralhaushalt zu bewerten, den Zustand des endokrinen und neurovegetativen Systems des Organismus zu identifizieren, eine Schwermetallbelastung, sowie den Einfluss in Echtzeit der Wirkung von Vitaminen, Aminosäuren auf den Stoffwechsel aufzeigen.

Im Gegensatz zu Blut und Urinuntersuchungen erlaubt dieser Test eine Aussage über den Gesundheitsstatus über einen längeren Zeitraum in die Vergangenheit hinweg, da diese Informationen im Haar wesentlich länger gespeichert sind. Des weiteren bietet Haar dem Toxikologen und Pharmakologen viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Untersuchungsmaterialien, da verschiedene Elemente in den Haaren in höheren Konzentrationen (etwa zehnmal höher) auftreten und damit empfindlichere Ergebnisse ermöglichen.

Die biologische Haarbalganalyse (BHBR®-Test) gibt Indikationen für eine gezielte und personalisierte/individuelle Behandlung.